02.27.07
Konkurrenz und Stutenbissigkeit
Wieso passiert mir das immer wieder, dass die Männer mit denen ich zusammen bin mit mir konkurrieren müßen?
Wieso mußte sich mein Freund genau diesselben Studienfächer aussuchen, nur auf einer Fachhochschule, statt an der Uni? Warum muß er denselben Beruf lernen und in dieselbe Branche gehen wie ich?
Als wir zusammen kamen machte er gerade Abitur, ich studierte schon einige Jahre.
Die Uni hat ihn nicht genommen, wegen des NC und nun Fachhochschule (aber privat).
Ich merke, dass er auch da nicht ganz drauf klar kommt, dass mein Universitäts-Abschluß gesellschaftlich höher anerkannt wird. Er versucht oft die Uni schlecht zu machen um seine Schule aufzuwerten. Besonders dann wenn es ihm schlecht geht, er sich klein fühlt.
Er kopiert mich, er fragt mich nach Ideen, oder ich erzähle ihm meine und 3 Monate später erzählt er mir was er denn Neues so macht und das ist genau die Idee die ich ihm vorher erzählt habe, nur behauptet er nun das stimme gar nicht, dies hätte er schon lange geplant. Ok, er hat sie etwas modifziert, aber es ist meine Grundidee.
Das Ergebnis, ich bin nun misstrauisch und erzähle ihm nichts mehr über neue Ideen. Schade, eigentlich…
Er fragt mich immer nach meinen Kontakten, wenn ich da beruflich was habe, was ihm auch nutzen könnte. Alles scheint bei ihm einen Nutzen zu haben. Und so kommt bei mir oft der Gedanke, dass er mit mir auch nur zusammen ist, weil es ihm beruflich einen Nutzen bringen könnte.
Er redet viel davon, dass er Geld machen will, so extrem auf Krampf. Ich weiß nicht wem er was beweisen will. Ich möchte auch viel Geld, aber wenn ich mal nicht superreich werde ist das auch Ok. Ich seh das nicht so krampfhaft.
Aber selbst im Privaten versucht er mit mir zu konkurrieren, er ist richtig stutenbissig. Ich stehe schnell in Gruppen im Mittelpunkt, oft reicht es nur, dass ich erzähle, was ich so machen und die Leute hören mir gespannt zu. Ich erzähle gern aus meinem Leben und mir wurde auch schon gesagt, dass man mir gerne zuhört, das sei interessant.
Das Problem ist, wenn er dabei ist und es seine Freunde und Bekannten sind die mich in den Mittelpunkt stellen, dadurch dass sie mir zuhören. Wird er regelrecht agressiv, mir gegenüber und versucht die Aufmerksamkeit an sich zu reißen. Er ist dann genervt von mir und versucht mich “auszuschalten”. Er fängt an mich zu übergehen und versucht mich schlecht zu machen vor den Anderen. Versucht durch Sprüche, die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.
Wenn er so abgeht, dann wackelt sein Kopf und sein ganzer Körper sagt “ich bin unsicher”.
Die letzen Tage haben mich sehr fertig gemacht. Es ist schwer die Ohren zu verschließen, bei jemandem dem man liebt der einem 4 Tage lang sagt, wie Scheiße man sich doch verhält und das hätte ja nix mit meiner Persönlichkeit zu tun. Vorallem, wenn man sich nicht anders verhält, als die 2 Jahre zuvor in der Beziehung. Am Abend kam er dann wieder an, wollte kuscheln und flüsterte mir ins Ohr, dass er mich liebe. Ich bin misstrauisch geworden und konnte, darauf nicht eingehen, außerdem war mein Herz voll mit Trauer. Wenn ich weinte, merkte er es nicht.
Wenn es ihm schlecht geht, ist er ein Aas, ein richtiges Miststück. Frage mich in solchen Momenten wie kann ich so einen nur Lieben?
Er hat keine Kontrolle über seine Emotionen, weder im Positiven noch im Negativem. Er hat Probleme mit Autoritäten und will immer Kontrolle ausüben…..
Oh mein Gott! Während ich das hier schreibe, wird mir klar, das sind Charaktereigenschaften meiner Mutter!!!!!
Ich muß nachdenken…
Verlauf meiner Beziehung in den letzten Monaten
Sorry, hatte gar nicht weitergeschrieben, wegen des Blog Umzugs.
Mein Freund und ich sind zusammengeblieben. Er gab mir den Schlüssel und es gab 3 Wochen Bedenkzeit. Trotzdem telefonierten wir jeden Tag.
Zwischendurch wollte er diese „sich-nicht-sehen“ Zeit unterbrechen, mit mir was unternehmen, doch ich sagte ihm, dass ich es für nicht so gut hielte und wir ließen es.
Nach 3 Wochen, trafen wir uns wieder und gingen in eine Bar (neutraler Ort). Ich erwartete endlich mal Initative von seiner Seite und das geschah auch. In all dem was er sagte, merkte ich, dass er kein dummer Kopf ist und für sein Alter schon sehr reif. Er wolle mit mir zusammen sein und könne sich das Leben mit keiner anderen vorstellen als mit mir.
Das Gespräch war sehr ruhig, klar und schön und endlich hatte ich mal das Gefühl, ich bin nicht mehr alleine die die versucht bei Schwierigkeiten Lösungen zu finden, das ich nicht die einzige bin die sich einen Kopf macht, wenns Scheiße läuft. Das ich eben nicht immer die Therapeutin in der Beziehung sein muß.
Wir vereinbarten ein paar Dinge.
1. Das wir am Ende der Woche immer uns absprechen, wann wir Zeit haben und 3 Termine machen, an denen wir uns sehen.
2. Wenn es zu Streitereien kommt, führen wir ein „Stop“ Wort ein. Das signalisieren soll, aufhören.
So sah es momentan mehr oder weniger aus und nun im Februar wieder Krise.


