01.15.08

Waffenverbot

Veröffentlicht in Bar, Club, Geschichten, Hamburg, Job, Kiez, Leben, Türsteher, Waffenverbot tagged , , , , , um 4:31 von xiaolong1

Seit Januar herrscht absolutes Waffenverbot auf der Hamburger Reeperbahn auch für die Türsteher. Das ist eine zweischneidige Sachen. Auf der einen Seite gut, wenn man versucht das in den Griff zu bekommen. Auf der anderen Seite ist es als Türsteher ne heikle Sache. An der Tür kommt man immer wieder in ähnliche Situation wie die Polizei, ist aber nicht mehr in der Lage sich in einem gewissen Rahmen zu schützen.

Schild auf St.Pauli Reeperbahn in Hamburg

Jetzt am Wochenende ist mir das nochmal bewußt geworden. Ich habe einen Tritt von einem Gast abbekommen und früher hätte ich den Schlagstock ziehen könnnen. Das hat fast immer gerreicht, das Teil nur zu zeigen und die Leute sind wieder runtergekommen. Diesmal ist es mir zum ersten mal passiert, das ich plötzlich nachgedacht habe. Das darf man nicht, das ist Lebensgefährlich. Im Konflikt darf nur agiert werden und nicht nachgedacht werden.

Dann gab es noch ne Situation bei der ich leicht verletzt wurde, weil ich der Polizei half einen Täter festzuhalten der sich dem Zugriff entziehen wollte. Die 2 Polizisten haben den Typen nicht halten können. Der Konflikt war eigentlich vor der Tür des Nachbarclubs, aber daurch dass die Bullen ihn nicht fixieren konnten. Landeten sie mit dem Typen direkt vor meinen Füßen vor meiner Tür. Sie knallten ihm Pfefferspray ins Gesicht keine Reaktion. Der Typ hat sich gewehrt, als ob es um sein Leben ging. Kleiner Typ, voll mit Power und super wendig, unglaublich! Voll auf Adrenalin oder wer weiß was noch.

Der Kollege von der Nachbartür half auch schon der Bullerei, schlug dem Typen mit voller Wucht auf den Kopf und der Kollege hat ziemlich Power, trotzdem der Kleine blieb davon unberührt, war immer noch am zappeln und winden auf dem Boden. Ich bin dann letztendlich auch dazugekommen und hab ihn dann mit auf den Boden gepresst und seine Beine gesichert, dabei hab ich mir dann meinen Daumen verdreht. Kann den immer noch nicht richtig bewegen.

Naja, irgendwie ist das nicht fair. Wir machen an der Tür denselben Job wie die Bullen, dürfen uns aber nicht genauso schützen.
Wie müssen uns nun beim körperlichen Konflikt ausschließlich auf unser Kampfkünste verlassen. Auch wenn man gut reden kann und psychologisch gut drauf ist, man kann nicht immer eine körperliche Auseinandersetzung verhindern.

Ich habe auch den Eindruck, dass durch das Waffenverbot, mehr Anspannungen statt Entspannung herrscht. Ich bin skeptisch.

1. Kann die Polizei nicht jede Waffe finden, dafür müsste man das ganze Gebiet absperren und Schleusen machen. Wie an der Grenze.
2. Werden nur die typischen Zielgruppen kontrolliert.
3. Ein Verbot macht es für viele noch spannender sich eine Waffe zu beschaffen. Man traut sich dann halt was.

Schauen wir mal wie die Monate sich entwicklen

Resumé

Veröffentlicht in Beziehung, Drachenhöhle, Feunde, Gefühle, Leben, Liebe, Männer tagged , , , , , um 4:03 von xiaolong1

Ich habe gestern auf einer Internet Plattform mal wieder etwas Schönes entdeckt. Mein lieber EX hat sich tatsächlich in einem Gästebuch bei einer Dame verewigt und diese mit “Süße” oder “Sweetheart” angeschrieben. Dies vor einem 3/4 Jahr, als wir noch zusammen waren. Ich hab auch gerade gesehen, dass dies doch in der Krisenphase geschah. Am 22.02.07. Er hatte das extra in russisch geschrieben, aber das hab ich dann mal eben übersetzt.

Frag mich für wie dumm er mich eigentlich gehalten hat. Naja, im recherchieren bin ich inzwischen Meisterin, das wird von vielen unterschätzt, wieviel Infos das Netz bietet wenn man nur weiß wie man sie findet.

Ich hatte schon damals ja dieses Ungute Gefühl im Magen und es echt interessant, wie sehr man sich doch auf seine Gefühle verlassen kann. Der Herr hat hinter meine Rücken auf’s Beste geflirtet. Naja, letztendlich hat er das ja auch gemacht wenn ich daneben stand. Das tat ganz schon weh, wennn mal wieder mal Blicke und grinsen mit wildfremden Frauen ausgetauscht wurden und ich stand daneben. Wenn ich was gesagt habe, wurde mir übertrieben Eifersucht unterstellt. Irgendwann habe ich dann ja nichts mehr gesagt und nur noch innerlich Trauer und Hass empfunden.

Gut, dass ich immer mehr solcher Aktivitäten finde, dass läßt mich, mich immer besser von ihm lösen.

Alles was wir vereinbart hatte, hat er regelmäßig nach Bedarf über Bord geworfen. Hätte ich gewußt, das er jemand ist der sowas brauch, wäre ich niemals mit ihm zusammengekommen. Wahrscheinlich wußte er das und hat deswegen von vornherein so getan, als ob er sowas nicht machen würde.

Der Typ liebt wirklich nur sich selber und ich wünsche meiner Nachfolgerin viel Spaß mit ihm. Ich bin inzwischen erleichtert, das er weg ist, obwohl es mich schon noch verletzt solche Sachen zu finden. Auf der anderen Seite, sehe ich doch wie gut ich im Menschen einschätzen bin, denn ich war zeitweise doch sehr verunsichert. Er hat immer wieder mit viel Worten und kitsch versucht mich einzulullen und mich zu beruhigen.

Er hat nie kapiert, dass ich dieses Ausmaß an verbalem Kitsch als übertrieben empfinden und das es mir wichtiger ist ihn zum Beispiel zu sehen, als 5 SMS zu bekommen am Tag in denen so’n übertrieben Schleimkitsch steht.

Was soll man mit einem Freund der zwar sagt, dass er einen liebt, der aber in Abwesenheit glänzt, sich eingeengt und unfrei fühlt wenn man bittet sich 2-3 mal in der Woche sich doch mal freizumachen um ein regelmäßiges sehen zu ermöglichen.
Das kann ja dann auch keine Liebe sein. Denn eigentlich wenn man liebt, will man den anderen so oft wie möglich sehen. Wenn man denn wirklich auch den anderen um seiner Selbstwillen liebt und es nicht nur darum geht, sein eigenes Gefühl zu befriedigen.

Es ist krass, dass ich immer wieder an Psychopaten gerate. Diesmal kein Drogensüchtiger, aber ein Blender und Lügner, auch wenn es nicht bedingt mit Absicht passiert, sonder das eingeübte Verhaltensmuster sind. Schutzmechanismen um sich in der Welt sicher und geliebt zu fühlen.

Mein Ex nimmt keine Drogen, weil er sie nicht brauch. Er schafft sich seine Welten ohne Zuführungen von Drogen, aber es ist trotzdem dasselbe Prinzip. Er ignoriert andere Menschen und deren Realitäten und lebt nur in seiner Welt. Daher kann er sich auch nicht in andere Menschen einfühlen. Wenn er die eigene Welt nämlich verlassen würde, käme er in Konflikt. Seine eigene geschaffene Realität würde zusammenbrechen.

Letztendlich ist das jedesmal passiert, wenn ich ihn um Rücksicht auf meine Gefühle gebeten habe und Forderungen gestellt.

Ich kann mich nur wiederholen. Ich bin froh endlich von ihm getrennt zu sein. Kein Leiden mehr, keine Trauer, kein Misstrauen, keine Lügen, keine Verletzungen, keine Enttäuschung, kein Ausschluss mehr, kein Gefühl mehr ausgenutzt zu werden. Endlich wieder frei.